Spätburgunder aus Australien



Auch der fünfte Kontinent hat in Sachen Anbau von Spätburgunder etwas zu bieten. Schätzungen gehen von einer Rebfläche von etwas unter 5.000 Hektar aus, auf der Spätburgunder angebaut wird. Auf einem warmen bis heißen Kontinent wie Australien eignen sich naturgemäß nur die Regionen mit einem kühleren Klima für den Anbau von Pinot Noir, da die edle Traubensorte sehr sensibel auf Hitze und Trockenheit reagiert.
Spätburgunder Australien

Was Australien betrifft, so liegen die Weinanbauregionen fast ausnahmslos im Süden des Landes, wo die Temperatur auch im Sommer in der Regel nicht viel mehr als 20° Celsius erreicht. Eher ein Problem stellt da schon die regelmäßige Trockenperiode dar, unter der australische Winzer generell leiden und der mit künstlicher Bewässerung entgegnet wird. In Bezug auf die Quantität nimmt der Spätburgunder in Australien eher eine Nischenposition ein: Nur etwa 2,5 Prozent der gesamten Anbaufläche sind überhaupt mit der edlen Traube bestückt.

Anders zeigt sich da schon die Situation in Neuseeland, dem ohnehin nachgesagt wird, den im Vergleich zu Australien besseren Pinot Noir hervorzubringen: Ein unschätzbarer Vorteil des auf zwei Hauptinseln verteilten Landes ist die Tatsache, dass es klimatisch Frankreich ziemlich ähnelt. Ergo gedeihen dort auch besonders klassische französische Rebsorten optimal. Im Fall des Pinot Noir hat sich vor allem Marlborough, die größte Weinanbauregion der Südinsel, als Topproduzent etabliert. Diese Region profitiert vom dortigen pazifischen Klima, welches den Anforderungen der Pinot Noir Traube sehr entgegenkommt. Aber auch die Weinbauregion Hawke's Bay auf der Nordinsel liefert neben einigen weiteren Gebieten in Sachen Spätburgunder so manchen guten Tropfen – teils noch zusätzlich im Eichenfass ausgebaut.