Spätburgunder aus Italien



Italien als eines der wichtigsten Weinländer überhaupt mischt selbstverständlich auch beim Spätburgunder mit, der hier Pinot Nero heißt und vor allem in den nördlicheren Gefilden wie Südtirol, dem Aostatal oder im Piemont angebaut wird. Auf etwa 3.500 Hektar italienischen Bodens gedeiht die anspruchsvolle Rebsorte, die einst von Südtirol kommend - dort war sie unter dem Sortennamen „Bourgogne Noir“ Mitte des 19. Jahrhundert erstmals aufgetaucht - Verbreitung in den anderen Anbaugebieten gefunden hat.
Spätburgunder Italien

Aufgrund der speziellen Anforderungen des Pinot Nero gedeiht er in Italien nachweislich am besten in den nördlichen Provinzen. Obwohl Italien als die Wiege der Weinproduktion gilt und in allen Regionen des Landes Vino angebaut wird, erfolgte die Erzeugung von Pinot Nero dennoch erst relativ spät. Bedenkt man, dass bereits die alten Römer den Saft des Bacchus kultivierten und mit Vergnügen bei einschlägigen Feiern fließen ließen, so erstaunt das späte Eintreffen der Pinot Nero Traube umso mehr.

Und auch in Bezug auf die Anbaufläche folgt der Spätburgunder in Italien wie in manchen anderen Ländern auch eher dem Prinzip „Qualität statt Quantität“: Lediglich etwa 0,4 Prozent (!) der gesamten und mit über 900.000 Hektar auch sehr gewaltigen Anbaufläche Italiens sind mit den sensiblen Trauben bestückt. Eine Flasche italienischen Spätburgunders ist demnach ein exotisches Tröpfchen und kann zum Beispiel mit frischen Oliven, Ciabatta und einem aromareichen Parmigiano Reggiano zu einem unvergesslichen Genuss werden.