Vinifizierung des Spätburgunder



Kein Zweifel: Die Pinot Noir Traube ist ohne Frage die Prinzessin auf der Erbse unter den Rotweinen. Sie stellt hohe und höchste Ansprüche, nicht nur was den Anbau, die Lage, das Kleinklima, die Sonnenzeiten und die Bewässerung betrifft, sondern auch hinsichtlich der Vinifizierung. Nur sorgfältig arbeitende Kellermeister mit einem Händchen und Gespür für die Sensibilität dieser Traube werden es schaffen, einen guten Wein darauf zu keltern. Wenn der Spätburgunder jedoch richtig behandelt wird, dankt er es mit einem unbeschreiblichen Bukett und Geschmack, ganz
Spätburgunder Vinifizierung
zu schweigen von seinem so typischen tiefroten Farbton.

In der Regel gärt der Spätburgunder nach dem Maischen, also dem Aufbrechen der Traubenschalen und dem freisetzen des enthaltenen Saftes, etwa acht Tage. Diese im Vergleich zu manch anderen Rotweinen mittellange Gärzeit ist notwendig, damit sich die gesamte facettenreiche Geschmacksvielfalt des Spätburgunders richtig entwickeln kann. Auch längere Gärzeiten sind möglich. Das Ganze muss jedoch genau austariert werden.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Gärtemperatur ist, desto schneller geht die Gärung vonstatten. Strebt man eine längere Gärzeit an (beim Spätburgunder also mindestens acht Tage), so muss die Temperatur während des gesamten Gärprozesses niedrig(er) gehalten werden. Dies ist in Abhängigkeit vom Material des verwendeten Gärbehälters, der aus Holz, Beton oder Edelstahl bestehen kann, unterschiedlich schwierig zu handhaben.